Stand: 27. September 2026 · Verfügbarkeit laut Microsoft-Ankündigung vom 25. September
Neuer Microsoft Copilot für Unternehmen in Deutschland
Home, Code und Autopilot bringen neue Wege, Aufgaben an Copilot zu geben. Für Unternehmen zählt zuerst, welche Funktionen bereits freigeschaltet sind, welche Informationen sie erreichen und wer Ergebnisse oder Aktionen prüft.
Kurzantwort
Microsoft hat die neue Arbeitsumgebung am 25. September vorgestellt. Home und Code werden schrittweise über Frontier ausgerollt, Autopilot geht zunächst in eine private Vorschau. Unternehmen sollten keine Funktion als allgemein verfügbar behandeln, bevor IT oder Administration den Zugang im eigenen Tenant bestätigt hat.
Was Microsoft angekündigt hat
Die genannten Termine beschreiben Rollouts und Vorschauen. Sie sind keine Zusage, dass jede Funktion sofort für jedes Unternehmen in Deutschland bereitsteht.
Home und Office in Copilot
Status: Home soll in den kommenden Wochen schrittweise über Microsoft Frontier ausgerollt werden. Die Ankündigung nennt keinen separaten Termin für eine breite Verfügbarkeit von Office in Copilot.
Was sich ändert: Chat und Cowork kommen an einem Ort zusammen. Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien sollen sich direkt in Copilot erstellen und bearbeiten lassen.
Was Teams prüfen sollten: Prüfen Sie, welche Oberfläche und Lizenz Ihr Unternehmen tatsächlich freigeschaltet hat. Kontrollieren Sie geteilte Dateien und Ergebnisse wie bisher.
Code
Status: Der Frontier-Rollout ist für Ende September angekündigt. Eine breitere Verfügbarkeit soll in den folgenden Wochen kommen. Eine Vorschau für Microsoft 365 Premium und Pro wurde für später im Jahr angekündigt.
Was sich ändert: Beschäftigte sollen kleine Anwendungen, Dashboards und Abläufe in natürlicher Sprache beschreiben können.
Was Teams prüfen sollten: Behandeln Sie erstellte Apps und Automatisierungen wie neue Software. Bestimmen Sie einen Verantwortlichen, prüfen Sie Zugriffe und testen Sie den Ablauf, bevor jemand damit arbeitet.
Autopilot
Status: Die Erweiterung auf eine private Vorschau ist für Ende September angekündigt. Microsoft hat damit keine allgemeine Verfügbarkeit für Beschäftigte bestätigt.
Was sich ändert: Der cloudbasierte Agent kann laut Microsoft Aufgaben längerfristig verfolgen, Abläufe fortsetzen und Personen kontaktieren.
Was Teams prüfen sollten: Legen Sie für Pilotversuche fest, welche Aufgaben der Agent übernehmen darf, was er nicht tun darf und welche Schritte eine menschliche Freigabe brauchen.
Microsoft nennt für Cowork, Code und Autopilot nutzungsbasierte Abrechnung über Copilot Credits. Prüfen Sie aktuelle Lizenz- und Abrechnungsbedingungen, bevor Sie einen größeren Pilot planen.
Was Beschäftigte dafür lernen sollten
Ein Assistent, der Entwürfe erstellt, braucht gute Eingaben und eine menschliche Prüfung. Ein Agent, der Aufgaben über mehrere Schritte fortsetzt, braucht zusätzlich klar gesetzte Grenzen und Freigaben.
- Aufgabe eingrenzen. Beschreiben Sie Ziel, erlaubte Quellen, gewünschtes Ergebnis und Schritte, die der Agent nicht selbst ausführen darf.
- Datenzugriff prüfen. Nutzen Sie nur vom Unternehmen freigegebene Konten und Informationen. Zu weit gefasste SharePoint- oder OneDrive-Freigaben werden durch KI nicht automatisch behoben.
- Ergebnisse kontrollieren. Prüfen Sie Zahlen, Quellen, Empfänger und Folgen, bevor ein Entwurf an Kunden, Lieferanten oder Kolleginnen und Kollegen geht.
- Aktionen freigeben. Bei Nachrichten, Änderungen an gemeinsamen Dateien oder wiederkehrenden Abläufen muss klar sein, wann ein Mensch bestätigt und wann der Agent gestoppt wird.
- Kosten im Blick behalten. Klären Sie, wer einen Agenten starten darf, wie Nutzungsgrenzen gesetzt werden und wer Fragen zur Abrechnung beantwortet.
Beispiel: Lieferantenangebote zusammenfassen
Ein Team bittet Copilot, mehrere freigegebene Angebote zu vergleichen und eine Entscheidungsvorlage zu schreiben. Die Aufgabe sollte festlegen, welche Dateien verwendet werden, welche Kriterien gelten und dass Copilot keine Zu- oder Absage an einen Lieferanten sendet. Eine zuständige Person prüft Preise, Annahmen und den Entwurf, bevor das Team ihn verwendet.
So lernen Beschäftigte nicht nur Prompts zu formulieren. Sie lernen auch, Umfang, Zugriffe, Kontrolle und Freigabe einer delegierten Aufgabe mitzudenken.
KI-Kompetenz im Unternehmen
Artikel 4 des EU AI Act sieht Maßnahmen vor, die die KI-Kompetenz von Beschäftigten unterstützen. Dabei spielen Vorkenntnisse und der konkrete Einsatz eine Rolle. Die Europäische Kommission schreibt kein einheitliches Copilot-Training oder ein bestimmtes Zertifikat vor. Unternehmen sollten passende Maßnahmen für ihre Systeme und Aufgaben wählen.
Die neue Agentenarbeit ist ein guter Anlass, bestehende Informationen zu aktualisieren. Das bedeutet nicht, dass jede Person denselben Kurs absolvieren muss. Die nötigen Inhalte hängen davon ab, welche Werkzeuge und Aufgaben im Betrieb vorkommen.
Mehr zu Artikel 4 und KI-Kompetenz im UnternehmenHäufige Fragen zum neuen Copilot
Ist der neue Microsoft Copilot schon allgemein verfügbar?
Nicht vollständig. Microsoft kündigte Home und Code für einen schrittweisen Rollout über Frontier an. Autopilot soll Ende September in eine private Vorschau gehen. Welche Funktion in einem deutschen Unternehmen erscheint, hängt von Rollout, Konto, Lizenz und Tenant-Konfiguration ab. Die Microsoft-Ankündigung bestätigt keine allgemeine Verfügbarkeit aller Funktionen.
Was ist der Unterschied zwischen Chat, Cowork und Autopilot?
Chat beantwortet Fragen und erstellt Entwürfe. Cowork ist für größere Aufgaben gedacht, die Copilot in mehreren Schritten bearbeitet. Autopilot ist als länger laufender Agent angekündigt, der Aufgaben auch später fortsetzen kann. Prüfen Sie bei jeder Funktion, ob sie für Ihr Konto tatsächlich freigeschaltet ist.
Kann Microsoft Copilot alle SharePoint-Dateien lesen?
Microsoft beschreibt für Copilot mit Organisationsdaten eine Nutzung im Rahmen der Berechtigungen des angemeldeten Kontos. Das verhindert nicht, dass zu großzügig geteilte Dateien leichter auffindbar werden. Prüfen Sie Freigaben und Zugriffsrechte, bevor Sie Copilot auf weitere Arbeitsinhalte anwenden.
Müssen Unternehmen alle Beschäftigten in genau diesem Copilot schulen?
Artikel 4 des EU AI Act verlangt Maßnahmen, die die KI-Kompetenz des Personals unterstützen. Vorkenntnisse und Einsatzkontext sind zu berücksichtigen. Die Kommission schreibt dafür kein bestimmtes Kursformat oder Zertifikat vor. Welche Maßnahmen passen, hängt von den eingesetzten Systemen und Aufgaben ab.
Copilot sicher im Arbeitsalltag nutzen
Im Lehrplan gibt es bereits ein Modul zu Microsoft 365 Copilot, Datenzugriff und menschlicher Prüfung. Modul 1 können Sie kostenlos starten.
Quellen und Stand
Produktstatus nach Microsofts Ankündigung vom 25. September 2026. Funktionen und Verfügbarkeit können sich ändern. Die Seite wird bei Änderungen am Rollout aktualisiert.
- Microsoft Source EMEA: Neuer Microsoft Copilot vereint Home, Code und Autopilot
- Microsoft: Introducing the new Copilot with Home, Code and Autopilot
- Microsoft: Building the system for AI at work
- Microsoft Learn: Copilot data, privacy, and security
- Europäische Kommission: Fragen und Antworten zur KI-Kompetenz